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Orthopädie Regensburg MVZ<br/>- Facharztzentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie -, Regensburg

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Hüfte

Fehlentwicklungen bei Kindern

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene mangelhafte Ausbildung der Hüftgelenkpfanne. Der Kopf des Oberschenkelhalses ist nicht richtig ausgeformt, er findet keinen stabilen Halt in der Hüftgelenkpfanne. Im schwersten Fall einer Hüftdysplasie, der sog. Hüftluxation, rutscht der Kopf aus der Pfanne.

Hüftdysplasien kommen bei Mädchen sechsmal häufiger vor als bei Buben. Sie ist außerdem die häufigste angeborene Skelettfehlentwicklung (bei 2 bis 4 % aller Neugeborenen). Durch qualifizierte Ultraschalldiagnostik und klinische Untersuchung kann diese Gefährdungssituation erkannt und in den ersten drei Monaten in aller Regel mit sehr guten Ausheilungschancen behandelt werden. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose in den ersten Lebenstagen und eine angepasste orthopädischen Behandlung mit Spreizhose oder Schiene und Krankengymnastik.

Im Alter zwischen 4 und 10 Jahren müssen Knieschmerzen und ein hinkendes Gangbild immer an die kindliche Durchblutungsstörung des Hüftkopfes, den sog. Morbus Perthes, denken lassen. Der Altersgipfel für die Perthes-Erkrankung ist etwa das 6. Lebensjahr. Diese sich schleichend entwickelnde Erkrankung kann zur völligen Hüftkopfverformung und zu frühzeitiger Arthrose im Erwachsenenalter führen.

Sie muss durch klinische Untersuchung, Ultraschalldiagnostik und evtl. Kernspintomographie sowie Blutentnahmen frühzeitig erkannt und vom häufigen Erkrankungsbild des sog. „Hüftschnupfens“ abgegrenzt werden. Letztgenannte, vorübergehende und harmlose Hüftreizung kann nach allen banalen Erkältungskrankheiten und Darmverstimmungen auftreten.

Hüft- oder Knieschmerzen oder ein hinkendes Gangbild im jugendlichen Alter zwischen 9 und 15 Jahren sollten unbedingt zum Ausschluss der sog. Epiphyseolysis capitis femoris, dem Abrutsch der Hüftkopfwachstumszone mit entsprechende Kopfverformung und Früharthrose-Gefährdung klinisch, sonographisch und röntgenologisch abgeklärt werden. Wichtig ist hierbei die axiale Röntgenaufnahme. Kleinere Abrutsche können frühzeitig über einen Mini-Eingriff mit speziellen Schrauben fixiert werden. Größere und anfangs übersehene Abrutsche haben oft große Operationen zur Folge und können zeitlebens nicht mehr gut korrigiert werden. Nachdem es sich um eine Veranlagungserkrankung handelt, wird vorbeugend auch die Gegenseite mit Schrauben vor einem Abrutsch gesichert.

Hüfterkankungen bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen sind die relativ häufigen Becken- und Leistenschmerzen von einer ernsten Hüftgelenkserkrankung abzugrenzen. Oft treten harmlose Überlastungen der Sehnen, des Leistenkanals oder der Becken- und Wirbelsäulengelenke auf, seltener sind schwerwiegende Bandscheibenveränderungen. Entzündungen, Tumore, vorzeitige Gelenkverschleißerscheinungen (Coxarthrose) bei meist genetischer Veranlagung eines weichen Gelenkknorpels oder die sog. idiopathische Hüftkopfnekrose müssen möglichst kurzfristig erkannt und behandelt werden.

Bei oben genannter Hüftkopfnekrose ist die Durchblutung des Hüftkopfes ähnlich einem Herzinfarkt unterbrochen, der Hüftkopf wird weich und bricht ein, muss schließlich durch einen künstlichen Gelenkersatz versorgt werden.

Nur im Frühstadium kann durch Entlastung und den kleinen Eingriff der Knochenbohrung (zur Druckentlastung des Knochenmarks) die Erkrankung geheilt oder in ihrer Ausprägung gemindert werden.

Auch hier sind die klinische Untersuchung, Ultraschall, Blutuntersuchung, Röntgenaufnahmen und insbesondere die Kernspintomograpie entscheidend für die Diagnosestellung.

Bei nicht heilbaren Hüftverformungs- oder Verschleißzuständen bleibt dem Patienten der große Erfahrungsschatz in der Kombination konservativer Behandlungsmöglichkeiten wie Krankengymnastik, Injektionen des Hüftgelenks unter Ultraschallführung, die Beratung zu entzündungshemmenden und knorpelaufbauenden Substanzen, die Elektrotherapie, Akupunktur und vieles mehr.

Nur so kann die Einpflanzung eines künstlichen Hüftgelenks (Totalendoprothese) möglichst lange hinausgezögert werden. Trotz verbesserter Hüftprothesen-Modelle und Verankerungstechniken ist hier weiterhin von einer begrenzten Haltbarkeit der künstlichen Materialien auszugehen.

Hüftarthroskopie

Dank modernen Instrumentariums und immer ausgefeilterer Technik sind neben dem Knie-, Schulter-, Ellbogen-, und Sprunggelenk nun auch das enge und tief im Körper liegende Hüftgelenk der Untersuchungsmethode in Schlüsselloch-Spiegelungs-Technik zugänglich.
Nur über kleine Einstiche werden somit im Gelenk gelegene Veränderungen des Knorpels, der Schleimhaut und der Pfannenlippe (Labrum acetabulare) behandelbar.
Darüber hinaus können knöcherne Anbauten der Schenkelhalsregion mit dieser Methode schonend abgetragen und geglättet werden, um damit lästige Einklemmungserscheinungen (Impingement) bei endgradiger Hüftbeugung zu beseitigen.
Allgemeiner Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Art. Sie wurden auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt. Diese Informationen gelten nicht für jeden einzelnen Patienten und können nicht das persönliche Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt ersetzen, in dem die für Sie persönlich geltenden speziellen Umstände und die damit verbundenen Risiken und Einschränkungen ausführlich erläutert werden.

Hüftarthrose (Coxarthrose)

Arthrose am Hüftgelenk Die Arthrose am Hüftgelenk, auch Coxarthrose genannt, tritt in manchen Fällen ohne klare Ursache (sog. primäre Coxarthrose), in vielen Fällen aber durch eine angeborene Hüftdysplasie bzw. posttraumatisch auf. Die Symptome sind zunächst belastungsabhängige Schmerzen, häufig im Bereich der Leiste. Im fortgeschrittenen Stadium besteht ein nächtlicher Ruheschmerz, ein Anlaufschmerz sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit […]

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