Hand, die mit zwei Fingern auf einen nackten Rücken drückt.

Ursache

In den letzten Jahren setzt sich unter Aktivierung bereits jahrhundertealten Wissens die Erkenntnis durch, dass gereizte oder überbelastete Muskulatur, Sehnen- oder Knochenhautgewebe und Nervenstrukturen sowie deren Bindegewebsumhüllung und die Verschiebe- und Gleitschichten eigenständige krankhafte Zustände entwickeln können. Diese überdauern häufig die eigentliche Ursache, die in einer Entzündung, einem Bandscheibenvorfall, einer Gelenkbewegungsstörung o.a. begründet sein kann.

Solche gestörten Funktionszustände lassen sich

  • an schmerzhaften Muskelsträngen,
  • an mehr knotigen Verhärtungszonen (Triggerpoints),
  • an verklebten Verschiebeschichten,
  • an schmerzhaften Sehnen/Knochenübergängen (Tenderpoints) oder
  • an verminderter Dehnbarkeit von Nervenstrukturen

durch Betasten und durch Funktionstests erkennen.

Die sog. Triggerpunkt-Pathologie ist eine der häufigsten Beschwerdeursachen in der Behandlung von Sportlern und Wirbelsäulen- bzw. Schmerzpatienten. Verklebungen und Beweglichkeitsstörungen können nicht nur den Haltungs- und Bewegungsapparat in üblicher Vorstellung betreffen, sondern auch die inneren Organe im Brust- und Bauchraum, die Geschlechtsorgane insbesondere bei Frauen sowie die Rückenmarkshäute und die knöchernen Strukturen in ihrer Dehnbarkeit und Verformbarkeit in sich selbst.

Neuerdings hat sich die AXOMERA-Schmerztherapie nach Prof. Dr. Molsberger bei akuten und auch bei chronischen Rückenbeschwerden bewährt. Auch die Trigger-Akupunktur nach Dr. Kohls ist dabei seit Jahren erfolgreich.

Die Gesamtheit dieser diagnostischen und therapeutischen Verfahren wird in der sog. „Osteopathischen Medizin“ vermittelt, die sich in großen Teilen mit den Inhalten der Manuellen Medizin überschneidet.

Die myofascialen Behandlungstechniken werden auch isoliert gelehrt und gehören zum Rüstzeug vieler qualifizierter Krankengymnasten und Sporttherapeuten.

Sehr gute Erfahrungen haben wir für die Triggerpunkte und teilweise auch Tenderpunkte mit dem Verfahren der radialen Stoßwellentherapie. Dieses zwischenzeitlich recht kostengünstige Verfahren kann tiefe Strukturen beeinflussen, die ansonsten mit Fingertechniken nur durch hohen Druck und damit verbundenen Schmerzen erreichbar wären.

Die entscheidende Rolle in der Diagnostik und Therapie myofascialer Störungen spielt die Ausbildung und Erfahrung des Untersuchers und Therapeuten.

Allgemeiner Hinweis:
Diese Informationen sind allgemeiner Art. Sie wurden auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt. Diese Informationen gelten nicht für jeden einzelnen Patienten und können nicht das persönliche Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt ersetzen, in dem die für Sie persönlich geltenden speziellen Umstände und die damit verbundenen Risiken und Einschränkungen ausführlich erläutert werden.